Lyrik 01. November 2019 „ein Gedicht zu Ehren..“

Impuls 1. November 2019

Der Impuls lautet: „Ein Gedicht zu Ehren…“

Erinnert Euch an jemanden, der Euch Lyrik nahegebracht hat. Schreibt ein Gedicht für Euren Lieblingsdichter/dichterin. Oder ein Dankeschön an jemanden, der Euch oft zum Dichten inspiriert.

19 Kommentare zu „Lyrik 01. November 2019 „ein Gedicht zu Ehren..“

  1. : Vorleseworte Morgenstern Fräulein Weber Rilkes Panther Anverwandte und ein alter Freund Federkiel schwartze Tinte Ahnenstaub und oft nicht immer …Sonnenlichtstrahlenzartgeflimmer

  2. Im Fließen des Wassers
    In den Weiten der Berge
    Im Blau des Meeres
    Im Grün der Wiesen
    Im Leuchten des Mondes
    Im Strahlen der Sonne
    Im Duft der Blüten
    In jedem Kieselstein
    In jedem Grashalm
    In meiner Liebe zur Natur
    liegt alle Poesie der Erde
    Jedes Wort ein Dank

  3. wie der mythische pfau
    verwandelst du giftiges
    in etwas strahlend schönes
    ohne dich, du liebe seele,
    könnt’ ich nicht dichten
    und auch nicht sein

  4. Worte der Seele
    Buchstaben im Herzen
    eine Welt der Poesie
    Gereimtes im Innen ungereimtes im Außen
    lange ausdrucklos
    dann ein kleiner Funke
    aus dem Irgendwo
    Inspiration Musenkuss
    jetzt nichts als Lyrik
    die mich beflügelt.

  5. So schön, dass es jetzt hier weiter geht! Ich freue mich, bekannte Namen zu sehen und bin gerne wieder mit dabei.

    Das erste Gedicht schrieb ich zu Ehren meines Großvaters, der mir – ohne es zu wissen – seine Liebe (und das Talent? Das müssen andere beurteilen…) zum geschriebenen Wort weiter gegeben hat.
    „Waage des Lebens“
    https://poesiafragile.de/waage-des-lebens/

  6. Nur Worte

    Es waren niemals nur Worte.
    Es war ein Bodenloses, das plötzlich sich auftat,
    Schon immer da gewesen unter mir
    Und niemals gesehen.

    Die Worte taten den Abgrund mir auf;
    Die Worte hielten mich, damit ich nicht fiel.
    Und den Abgrund in mir
    Fassten sie sanft

    Und betteten ihn zwischen Wurzeln und Licht.
    Sie gaben mir Halt, wo kein Halt war,
    Waren mir Abschied und Willkommen zugleich.
    Es waren niemals nur Worte.

  7. Mit Mutter im Wald

    Siehst du das gütige Gesicht,
    in dieser schrumpeligen Rinde?
    Die Ohren, die Nase, das Augenlicht;
    Sogar die kleinen grünen Hände,
    wachsen aus der Baumgestalt
    in diesem märchenhaften Wald.

    Wo Pilze steh’n im Ringelreigen,
    und über’s Wetter diskutieren.
    Wo Nebelschwaden weise schweigen,
    die Blüten langsam schon erfrieren.

    Siehst du die großen Steine dort?
    Wie zwei Kamele seh’n sie aus.
    So traben sie durch Wüstenhaine,
    von Lärchennadeln, Moos und Tau.

    Und hörst du‘s Bachgemurmel dort?
    Er ist erregt und trotzdem leise,
    Als trüge ihn der Farnwald fort,
    auf eine wundersamen Reise.

    Und hier die Wurzel, siehst du die?
    Die Schlange aus der Unterwelt,
    sie taucht hier auf und macht ein Knie,
    zeigt uns den Weg, der ihr gefällt.

    Hinauf wo Kiefernwipfel winken,
    wo Tannenhäher mutig leben
    und auch die grünen kleinen Finken
    den Ästen neue Namen geben.
    Hörst du das?
    Siehst du das?
    „Ja, Mama!“

    Fühlst du die kleinen, süßen Beeren,
    blau und rot in deinem Mund?
    Wie Augen von den wilden Tieren
    schüchtern, frei und kugelrund.

    Fühlst du den Boden und das Laub
    die Zapfen und die Buchenkerne?
    Unter den Füßen gold‘ner Staub
    und Lichterstrahlen aus der Ferne?
    Fühlst du das?
    „Ja, Mama!“ 
    (Achim Grindler, 1.11.2019)

    https://twitter.com/AchimGrindler/

  8. Deine Zeilen erwachen in mir,
    füllen mich mit Leben,
    machen mein Herz weit
    und lassen meine Seele schweben.

    »Wenn du schweigst, gefällst du mir,
    weil es ist, als wärest du ferne.«
    Ich liebe es, wie du schreibst,
    denn es ist, als wärest du immer bei mir gewesen.

    #lyrimo 1

  9. Manchmal. Eine Ahnung deiner eigensinnig -sinnlichen Welt.

    Seins-Splitter, Wortfacetten, Vielfalt-Teppichbuntes.
    Unter der Glasglocke der Zeit ward ihr euch Heimat. Überall.

    Deine Schritte,
    längst verhallt im Staub Jerusalems.
    Deine Welten bleiben. Überall.

    #lyrimo Tag 1

  10. Ehre sei euch,
    meine Dichterschwestern und -brüder
    über die Ränder meiner Trauer
    legt ihr eure Verse

    aufgewachsen unter Wörten
    in stiller Weisheit
    buchstabiert ihr mir
    Wald, Wiese, Fluss

    das Herz überquoll
    aus Liebe zur Menschheit
    die Seele gequält
    vom blutigen Weltschmerz

    Gedichte verborgen
    nächtlicher Reigen
    Umarmung der Dunkelheit
    in sehnsüchtigem Schweigen

    Wozu also Steine werfen –
    eure Zeilen durchströmen
    Herzräume
    unbekannter Größe

    dankbar liegt euer Wort
    zu Versfüßen mir
    Stille ergießt sich
    einsam
    ins Nichts

    #lyrimo 1

  11. Ehre gebührt

    Rilke, Goethe, Ringelnatz
    Wahrhafter Lyrikwunderschatz.
    Maléko, Brecht und Heinrich Heine
    Wörterwelten – schöne, feine.
    Trakl, Ebner-Eschenbach
    Schlafestrunken bis hellwach.
    Bachmann, Hesse, Erich Fried
    Schmerzgesänge, Liebeslied –
    Und viele mehr!
    Verehr euch sehr.
    Und ich, ach ich,
    bin nicht wie ihr:
    Komposition
    im schönsten Ton.
    Bin ich, nur ich,
    ich dicht euch leise
    ein Stück von mir:
    Racontaweise.

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