Lyrik 08.11.2019 „einsilbig“

fein, das Strickmuster 1.2.3.4.1 beherrscht ihr ja einwandfrei. aus nur elf Wörtern habt ihr ganze Welten entstehen lassen.

jetzt dürft ihr wieder mehr als elf benutzen, und ich denke, dass eure Texte zwar einsilbige Wörter beinhalten aber nicht einsilbig im Sinn sind.

ich bin gespannt.

35 Kommentare zu „Lyrik 08.11.2019 „einsilbig“

  1. ‪Du bist zu mir‬
    ‪wie ich zu dir,‬
    ‪denkst an mich,‬
    ‪hältst mich,‬
    ‪liebst mich,‬
    ‪wie ich bin.‬

    ‪Kein Sturm der Welt‬
    ‪ist so stark,‬
    ‪dass der,‬
    ‪der an dich denkt,‬
    ‪dich hält und liebt‬
    ‪hört auf,‬
    ‪bei dir zu sein.‬

    ‪#lyrimo 8‬

  2. Mein Einsibiges war zu früh! Hach, es ist trotzdem beim S(chreibvers)ucher lesbar. Und natürlich hier.

    Einsilbig? Mitnichten.

    Ein und aus, auf und ab
    geht ein Mensch hier stets im Trab.
    Still und doch nicht ganz so leis‘
    schlurft dort auf dem Weg ein Greis.
    Sie und er sind hier und wahr,
    doch sie sind nie nicht ein Paar.
    Ein Wort und ein Satz sind leicht,
    doch der Text bleibt leer und seicht …

  3. die nacht hat durst
    der mond riecht nach salz
    der stern zuckt sanft
    der wind jagt das licht

    das glück sieht rot
    die angst hört mich nicht
    das herz brennt leer
    das blut sagt nie nein

    der wunsch liegt links
    die lust fährt nie schwarz
    dein kuß schmeckt wild
    und ich bin ein narr

  4. Grau der See,das Licht
    grün der Wald,das Feld
    so weit der Blick ins Tal
    Mut,Freud und Leid
    Weg und Ziel
    Tag um Tag
    Jahr um Jahr
    Glück

  5. Für #lyrimo Impuls 8 als einsilbiger Nachtrag hierfür angedacht:
    fly, bird, fly!
    ja ich weiss, kenn es doch schon; so ist das halt mit Dir,
    im nu bist Du flugs weg, nimmst mich nur nicht mehr mit,
    doch Du gibst mir noch nen kuss und dann schleichst Dich,
    schleichst Dich fort, lässt mich dort, was mich gar nicht stört;
    Du weisst, wo ich bin, wo ich für Dich bleib, hier triffst Du mich
    wann und wenn Du willst.. schau mich an und sieh, ich lüg nicht,
    wenn ich Dir sag: die zeit mit Dir war toll und voll mit lust und lieb
    für leib wie geist, so denk ich an Dich, wenn nicht mehr bei mir bist:
    nun habs gut, so long, bis dann, man sieht sich mal, wohl schon bald.
    bye, bird, bye! 

  6. #lyrimo Tag 8

    Herbst, einsilbig

    Herbst
    hell und bunt
    so schön
    trüb ist blöd
    Nass nützt

    geh raus
    guck mal
    was du siehst
    und fühlst
    und hörst
    und riechst

    schmeck mal Herbst
    rot und schwarz
    am Strauch
    die Frucht
    am Zaun
    kaum süß
    sehr herb
    der Herb-st

    wie riecht Laub
    wenn alt
    und nass?
    Kennst du den Duft
    von Tod im Wald?

    hoch im Grau
    mit Weiß
    und Blau
    zieht viel Klang
    laut gen Süd
    weit hallt der Ruf
    bis bald

    kühl weht Wind
    streift Haut und Haar

    da
    das Blatt
    hübsch gelb
    es fällt
    und fliegt
    und fliegt
    im Sturm davon
    weit weg?
    nee
    liegt da
    auf dem Grün
    bei dem in rot
    und dem in braun

    Licht geht
    viel zu früh
    Tschüss Bunt
    schlaf gut

    Duft bleibt
    und Klang
    und Wind

    Schwarz kommt
    Moin Nacht

  7. hier und jetzt nicht da nicht dorrt wie neu der Ort wo ich nie war fort fort fort wann sag wann bin ich dort wann komm ich an

    ach ja bin da #lyrimo

  8. Ein Silb saß spät am Baum
    die Nacht blau wie ein Traum.
    Er war nur eins für sich
    doch um den Baum sich schlich
    ein Elf mit Stock und Hut
    und rief mit Kraft und Mut:
    „Ich mag dich ja so gern.
    Ich schenk dir einen Stern.“
    Der Silb sich freut und lacht.
    Was Elb ihm mitgebracht
    klang tief und rund im Herz
    und aus war nun sein Schmerz.
    Die Nacht ging hell zur Ruh.
    Das Paar lag still im Schuh.
    So klein passt man zu zweit
    mit Lust und nicht mit Streit
    in Schuh und auch in Hut.
    Der Schluss war schön und gut.

  9. Mund spricht Wort
    Wort jagt Satz
    Satz ruft Welt

    Angst bleibt still
    Satz schweigt Wort
    Wort schluckt Mund

    Wind küsst Mund
    Wort fliegt weit
    Angst weht fort

    #lyrimo 8

  10. Ein Tag
    kommt.
    Bin wach, zu spät,
    es ist grau,
    trüb und dumpf,
    voll von Weh.
    Neu:
    die Wut, der Zorn.
    Ein Schrei,
    zu mir, zu ihm:
    Wer bin ich, bist Du, sind wir?

    Sie nimmt die Hand:
    Es ist gut.
    Ja, mein Kind.
    Ein Tag
    geht.

  11. Da bin ich wieder, zurueck aus dem langen Wochenende und reiche nach:

    Ein Bild

    aus dem Herbst:

    Ein Haus

    mit Zaun.

    Sie sind schon alt.

    Busch, Baum

    an der Wand.

    Das Laub ist

    noch rot, gelb.

    In der Wand

    ein Riss.

    Es wird kalt.

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