lyrik 30.11.2019 „Briefgeheimnis“

Wir sind am Ziel angekommen. Vielen Dank, dass ihr so zahlreich mitgewirkt habt.

 

Wie immer.: ihr seid klasse!

 

Es wird weiter gehen mit #Lyrimo… 

der 1. Lyri-MOnat ist geschichte.

es werden weitere #Lyri-MOmente folgen.  

nun noch der letzte Impuls im November 2019

Briefgeheimnis“

in meiner Botschaft, meinen Brief, steht natürlich die Information, dass es einen #lyrimoAdventskalender geben wird. dies ist natürlich kein Geheimnis, sondern sollte von euch unbedingt! Weitergegeben werden. 🌟💙🌟

16 Kommentare zu „lyrik 30.11.2019 „Briefgeheimnis“

  1. In einem Café auf dem Champs-Élysées
    hieltest du meine Hand
    und flüstertest in mein Ohr:
    »Bleib eine Nacht mit mir in Paris.«

    Mit meinen Fingern schrieb ich
    Verse auf deinen Rücken,
    Worte, die meine Lippen nie verlassen haben.
    Sie bleiben unser Briefgeheimnis.

    #lyrimo 30

  2. Weils die letzte Chance ist, bekommt ihr von mir heute mein erstes und womöglich auch einziges Gedicht, das sich nicht reimt.
    Haiku zählen nicht.
    Danke für die 30 Tage! Hat Spaß gemacht.

    Wer schreibt eigentlich noch Briefe?
    Es ist ein Geheimnis.
    Wozu eigentlich noch Briefe?
    Niemand weiß es.
    Brauchen wir eigentlich noch Briefe?
    Es ist ein Mysterium.
    Warum bekommen wir eigentlich noch Briefe?
    Ein Rätsel.
    Werden es nicht sogar immer mehr Briefe?
    Jemand sollte es herausfinden.
    Wann habt ihr zuletzt in den Briefkasten geschaut?
    Ich trau mich schon lange nicht mehr.
    Da warten
    Briefe
    auf
    mich
    und
    niemand
    weiß
    warum.

  3. ein Bogen Briefpapier
fein säuberlich und strahlend weiß
schrieb ich dir
nein keine e-mail keine message keine sms
so wie immer
eine Nachricht nur für dich allein
soll es auch diesmal sein
die auf besondre Art ein Geheimnis wahrt
ich schrieb dir also diesen Brief
berief
mich aufs Briefgeheimnis
persönlich ungewöhnlich
geheimnisvoll
im Umschlag nur ein weißes Blatt
ohne Schrift und ohne Zeichen
nein keine wohlgeheime Schrift du irrst
erinner dich
ein Zeichen
weisst du’s noch wir haben doch
damals
unentdeckt Marke angeleckt und drüber …
ah jetzt ja
unser Briefgeheimnis aus der guten alten Zeit

  4. Monat oder Momente … Ist es nicht gleich? Heute schließe auch ich ab damit, für’s erste. Und beim S(chreibvers)ucher steht mehr dazu, wie immer:

    Geheime Briefe

    Am Abend sitze ich nahe bei Dir
    und schreibe geheime Briefe
    in sauberer Schrift auf weißes Papier
    und wünsch mir, daß ich schon längst schliefe.

    Ich weiß, das Papier versteht mich nicht.
    Auch Du nicht, so glaube ich fest.
    Das Briefgeheimnis aber schützt mich nicht
    davor, daß Du mich verläßt.

    Und das ist sicher, so wahr ich es schrieb:
    Mein Kind, Du wirst irgendwann gehn.
    Und wenn Du dann liest, dann wirst Du verstehn,
    was selbst in den Briefen Geheimnis blieb.

    Ich sitze am Tisch vor beschriebnem Papier
    und denke so schlaflos an Dich.
    Das Geheimnis im Brief gehört nicht mehr nir.
    Denn das schicke ich jetzt an Dich.

  5. BRIEFGEHEIMNIS

    aufgefaltet fand ich:

    ob Du vergeben musst? 

    nein
    musst Du nicht
    kannst einfach weiterwandern

    nicht zu vergeben
    schmerzt manchmal Dich

    wie Verdruss

    und weniger den Andern

    .

    Der Brief zitterte beim Lesen

    #lyrimo 30

  6. Unsere Briefe

    wohnen in Nachttischschubladen.

    Faltiges Luftpostpapier

    aus dem letzten Jahrhundert.

    Der Brief

    wohnt in deiner Nachttischschublade.

    Mein

    Nicht-Liebes-Brief

    aus dem Sommer.

    Geprochene Worte

    hätten nicht fassen können

    was ich dir anvertrauen wollte.

  7. Wir sind uns begegnet vor langer Zeit
    wir haben uns lang angesehen
    doch wir waren nicht füreinander bereit
    du musstest doch wieder gehn

    Ich schrieb viele Zeilen, Tag und Nacht
    sie kamen nie bei dir an
    doch irgendwas hat es mit mir gemacht
    was ich wohl nie sagen kann

    #lyrimo 30

  8. Unsere Worte
    aneinander gerichtet
    in Liebe
    oder auch nicht.

    Unsere Worte
    zeigen und verbergen uns zugleich.

    Jedes Wort, jeder Satz
    – gesprochen, geschrieben oder nur gedacht –
    eine Annäherung, bestenfalls.
    Und doch so viel.

    #lyrimo 30

    [Danke für einen impulsreichen Monat 💚]

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