29.04.2020 „ein blauer Faden“

liebe Lyrimoisti, und schon liegt wieder fast ein Monat hinter uns und eure Fantasie sucht sich wie ein roter Faden durch all unsere Gedichte unsere Poesie.

Als vorletzter Aufgabe unser heutiges Motto. Ich bin, wie immer, sehr gespannt.

blaue Trennlinie

ein kleiner blauer Faden
ach wo kommt der denn her?
er kitzelt mich zum Gruße
an meinem linken Fuße
oho!
das Fädchen sagt nun : „hallo.“


und wünscht mir: „guten Tag.“
er wundert sich nun sicher dass ich mich nicht erschrak
ich wundere mich nicht
und schreibe dies Gedicht
ich reime nun denn einfach so
ich formuliere ich probiere ich bin einfach froh
 
was den Faden wenig
bis garnicht interessiert
 
und ansonsten ist auch garnichts hier passiert

 

ich schreib und formuliere
damit es sehr schön klingt
ich gebe mir viel Mühe
damit es gut gelingt

 

das Fädchen 
kitzelt weiter
es stimmt mich weiter heiter
bis ich laut lachen muss
doch
welch Verdruss
was kann ich da nur machen
was sind denn das für Sachen
hab den Faden nun verloren oh Schreck
jetzt ist er einfach weg
ach da ist er wieder –
  hex hex
der Faden
  ist perplex
er kitzelt mich ganz sacht
zwinkert gar ein bisschen
ach potzschwere Not
jetzt wird der blaue Faden
vor lauter Scham ganz rot
rotblau-geringelt
kringelt
 
sich der Schlingel nun

 

was tun ?
Zeit um uns auszuruhn
Zeit für Poesie

beitrag von Dagmar T. alias traumspruch

blaue Trennlinie

.

5 Kommentare zu „29.04.2020 „ein blauer Faden“

  1. Schau gut auf den Weg
    wohin geht deine Reise

    Im Blindflug ereilt dich
    ein klebriges Ende

    Gut getarnt, wartet
    ein Netz, fein gesponnen

    mit einem Faden
    blau wie der Himmel

    Und schon hängst du fest
    mit verklebten Flügeln

    Der Zeitspinne zum Fraß
    am Ende des Weges

    #lyrimo 29

  2. gedankennetz
    sorgen kleben
    grau.

    gelbe Wünsche
    krabbeln achtbeinig, schau
    bis die fäden
    in blau
    sind mein streben.

    meer oder himmel?
    ist nicht von belang.

    sieh mich an!
    schenk mir wärme
    und silbernen klang.

  3. Träume wie blaue Bänder
    Mein Schlaf ist dunkle Nacht
    Müde von den Halbtönen des Tages
    Mein blaues Band verbrannter Wald

    Mein Traum sucht volle Töne
    Doch verbrannte Zeit zieht ihre Fäden
    Fädelt Tagwelt auf eine Schnur
    Worte in blaue Bänder geflochten
    Aus tiefen Seufzern

    Ängstlich schweigen die Schatten
    Suchen die Ränder des Unsagbaren
    Fallen auf mein Gedicht

    (Poesie ist ein blaues Band
    Geflochten aus den Klängen der Nacht
    Was wir ängstlich geträumt
    Verschweigen wir zwischen den Zeilen
    Und wandern am Morgen weiter)

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