„November“ – 30 Tage – 30 Gedichte (01)

… Bleistifte gespitzt, Tintenpatronen gefüllt, Tastaturen entstaubt – jetzt legen wir los.

zum warm werden ein gediegener Einstieg*lächel

Der erste Impuls lautet: „November“

lasst eurer Muse freien Lauf. Lasst eure Gedanken schweifen.

heute nähern wir uns ganz locker der Poesie. ob das Wort November in eurem Gedicht vorkommt, oder eure Assoziation dazu, oder eure Stimmung… sei euch freigestellt. Und nun freuen wir uns gemeinsam auf unsere vielfältigen Beiträge. 💙

blaue Trennlinie

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…Zeit wieder mal ein Gedicht in meiner Reihe #Liebeleien zu verfassen.

ich bin so novemberfrei…

 

 

 

novemberlau die Luft.

novembersüß ihr Duft.

novemberleicht das Licht.

novemberklar was sie verspricht.

novemberinnig wird es sein.

November nur mit ihr allein.

novemberreizvoll lichtdurchflutet.

 

 

…ach, was immer ihr vermutet. *lächel

blaue Trennlinie 

 

22 Kommentare zu „„November“ – 30 Tage – 30 Gedichte (01)

  1. … nachträglich, aber nicht weniger herzlich …
    ***
    Der November er ist da,
    er legt uns unsere Geschichte dar.
    Er lässt uns gedenken unserer Ahnen,
    vielleicht will er uns zur Besinnung mahnen.

    In Dankbarkeit sollten wir durch das Leben gehen,
    alles was war, im rechten Lichte sehen.
    Achten auf das, was im Inneren keimt,
    nicht immer ist alles, so wie es scheint.

  2. November
    Ein Monat
    Ein wunderschön trauriger Film
    Einstimmung auf das Jahresende
    Noch einmal Lichter
    Allerheiligen
    St. Martin
    Zwischen Zuversicht und
    Nachdenklicher Dankbarkeit
    November
    Es ist Zeit
    Sich warm einzupacken
    Und auch aus kalter Luft
    Energie zu schöpfen
    November
    Wir schreiben
    Wetterunabhängig
    Winter ahnend
    Wahnsinnig
    Gern
    November

  3. Emporgestiegen aus Wortmeeren meine Wetterriesin
    Windverwirrt Wolken zu beschwören
    Sturm zu singen
    Den Blätterreigen zu tanzen

    Stimm mir Regentonnenlieder an
    Jeder Tropfen ein Ton
    Jeder Ton eine Träne
    Perlt am Notenblattfenster herab

    Bäume ohne Geschichte
    Verlieren im Herbst ihre Stille
    Dein Fuß raschelt durchs Laub
    Bringt die Erinnerung zurück

  4. November

    Novemberschwer das Herz
    Novembernass der Schmerz
    Novembergrau die Trauer
    Novemberfeucht der Schauer
    Novemberlich ist’s, novemberlich

    Novemberkälte wartet leis
    Novembertage werden heiß
    Novembergold wird jetzt geschürft
    Novemberhoch – ihr alle dürft
    Novemberlich ist’s, novemberlich

    Novemberengel kommt von weit
    Novemberbotschaft im feinen Kleid
    Novemberfreude darf nun sein
    Novemberjauchzen – stimmt alle ein
    Novemberlich ist’s, novemberlich

    Novemberstark die Kehle
    Novemberzart die Seele
    Novemberbunt die Pforte
    Novemberleicht die Worte
    Novemberlich ist’s, novemberlich

  5. Ig stolpere dür die Novämberstille Näbeldechi.
    Dr Wind zieht füecht über die wiiti Flächi,
    Blast d Sorge us mim Chopf
    Und deheime wärmt mi die
    Orangeni Suppe diräkt us em Topf.

  6. Der November ist nicht grau – Kindergedicht

    Nimm dir einen Farbenkasten
    helle Farben, gelb, rot, blau.
    Mal ins Bild ein buntes Lachen.
    Der November ist nicht grau.

    Geh nach draußen! Trotz‘ dem Wetter!
    Such den Glanz im Nebeltau.
    Zeig dem Blues die kalte Schulter.
    Der November ist nicht grau.

    Back dir süße, bunte Kekse.
    Trinke Tee und Punsch und schau:
    Freude, die geht durch den Magen.
    Der November ist nicht grau.

    Steck ein Kerzchen an im Zimmer,
    Mach’s dir kuschelwarm. Sei schlau!
    Schenk der Zeit ein helles Lächeln.
    Der November ist nicht grau.

  7. novemberlied

    und als im november die blätter fielen
    fiel ich mit. den zielen
    die zunge zeigend
    schweigend
    und doch voller worte.
    orte
    im nebel. und als im november
    die blätter fielen, schlender-
    ten wir zu zweit entlang
    wie zwei ertrinkende seelen, bang
    und zart und rot wie die blätter!
    die blätter, die fielen und wetter
    trotzend bunt und schön am boden
    lagen. ich weinte so! denn
    als im november die blätter nicht
    mehr an den bäumen hingen, dicht
    an dicht. war ich allein. allein.
    mit dir. mit mir. allein.

  8. Wunden

    Wunden der Vergangenheit
    Schließen sich nur oberflächlich.
    Unter dem Schorf
    Bluten sie weiter.
    Langsamer und langsamer.
    Bis ein neuer Stich
    Den Schorf wieder aufreißt.
    Wieder und wieder.
    Von Generation zu Generation.
    (Wie stoppe ich die Weitergabe?)

  9. ein bunter strom fließt ins dunkle
    meer.freude verschwindet in
    haufen.
    haufen verschwinden im
    lachen. das plätschern der kälte
    lädt zum nachdenen ein. bunt.
    strom.

  10. WolkenlosZeit, sonnenZeit, BadeZeit, CocktailZeit, StrandlaufZeit, SonnenbrandZeit 35 Grad im Schatten… November 2040? (falls)

  11. Weichzeichner November
    gehauchte Stille
    Erinnerungen
    im Wind der Veränderung
    In kahlen Bäumen
    erzählen letzte Blätter
    vom Loslassen
    Über graue Felder
    legt sich sanft
    Melancholie

  12. Novembernebel

    Nebelwellen schwellen,
    durchziehen die Straßen,
    ein undurchdringliches Meer.

    Ich gehe unter, tauche tief
    auf den Grund der Orte
    in mir.

    Verschwommene Lichter
    schweben über dem Sein.
    Drohen zu verglühen.

    Und die Hitze fließt
    von meinen Lippen
    in die Welt.

  13. November steht auf dem Kalenderblatt
    Er den Sommer einfach satt
    November bringt den Herbst mit aller Macht
    Drum Leute gebt drauf acht
    Bewegt euch mit Bedacht
    Überall liebt buntes Laub, das den Grip euch klaut
    Und bei einem Sturz schnell aus den Schuhen haut

    (Marco Wittler)

  14. Rückzugszeit des Lichtes
    Die Sonne sieht in Normalzeit keine 17 mehr
    vor ihrem Tagesabschied am Horizont

    Der Natur sind ihre Farben fast entfallen
    Rasenmäher der Stille überantwortet
    Löwenzahn in Fugentiefen inaktiv

    Der Mensch lässt langsam los
    das was das Jahr an hierherdorthin bot
    tauscht sattes Himmelblau
    gegen manches Nebelgrau
    locked down
    möglichst virenfrei

  15. noch unfertig das jahr
    obzwar schon alternd
    voller übergänge
    endzeitgedanken
    mit rotwein trösten
    bücher horten
    es wird kälter
    ruhe im nebel

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