„MeditationsGedicht“ 30 Tage – 30 Gedichte (06)

die Kälte haben wir überstanden. Jetzt gilt es zur Ruhe zu kommen.

am sechsten Tage unserer 30 Tage – 30 Gedichte runde der poetischen Fantasie, lautet unsere Aufgabe: schreibt ein „Meditationsgedicht“

hierzu – vielleicht – eine passende musikalische Untermalung: Max Richter, November YouTube

blaue Trennlinie

Yin-Yang-Meditation

seit Jahren

…meditieren mein Mann und ich
jeden Tag eine Meditation ohne Unterbrechung
…erst mal noch ein Viertelstündchen weiterschlafen
die Meditation ist ihm wichtig
…dann mal eine gute Tasse Milchkaffee
er nimmt es sehr genau
…meine Morgenlektüre genießen
seine Meditationspraxis ist beeindruckend
…manchmal ein wenig am Buch weiterschreiben
jeden Tag eine Sitzung
…und auch sporadisch ein wenig Poesie
an manchen Tagen sogar / 3 getaktet
…nach dem Mittagessen einen zweiten Kaffee
das ist gewohntes Ritual
…und auch den Nachmittag bewusst gestalten
klare Regeln
…lesen schreiben Enkelknuddeln arbeiten ab und an
und dies und das
erstaunlich diese Meditationspraxis
…mein tagesverlauf abwechslungsreich
vierundzwanzig stunden monatlich
…tagtäglich
er sitzt kontinuierlich gewissenhaft und regelmäßig
…ich bewundere dies
mein Mann meditiert
…ich auch

* lächel
…auf meine Weise

Copyright: Traumspruch

 

18 Kommentare zu „„MeditationsGedicht“ 30 Tage – 30 Gedichte (06)

  1. Ihr wolltet ein Meditationsgedicht

    Ob dieses oder jenes,
    Ob Hässliches, ob Schönes,
    Der spirituelle Geist
    Sich von Entsagung speist.
    Er denkt und überlegt,
    Was unsre Welt bewegt.
    Von außen wie von innen,
    Tut alles er besinnen.

    Und so in sich gekehrt,
    Ihn plötzlich etwas stört
    In seiner inneren Mitte,
    Das war ihm nicht bewusst,
    Hing eine Pommes Fritte,
    So halbe Höhe Brust, –
    Er hat sich konzentriert,
    Die Mitte fokussiert,
    Das Ding wegmeditiert.

    Er sann noch lange nach
    Über Sein, Gott und die Welt,
    Über das Ungemach,
    Was eine Pommes hält
    So halbe Höhe Brust
    In seiner inneren Mitte,
    Dies kleine Stück der Fritte,
    Das hätt er gern gewusst.

    Es war nicht mehr vorhanden,
    Drum hat er nie verstanden,
    Was Fritten und die Welt
    In ihrer Mitte hält.

  2. Nach Katharsis will ich reisen
    Um zu tanzen mit der furchtlosen Massai
    Mit Löwen kämpfen und mir Zeit erweisen
    Die Seele bleibt nicht länger mein Lakai

    Um zu tanzen mit der furchtlosen Massai
    Erinnerung an schillerndere Stunden
    Fröhlich war ich einst und schön und frei
    Von Müdigkeit und schmerzgefüllten Wunden

    Erinnerung an schillerndere Stunden
    Eingeschlossen atme ich nun tief
    Umkreise mich und mache kleine Runden
    Gedanken schreiben neues Narrativ

    Eingeschlossen atme ich nun tief
    Mit Löwen kämpfen und mir Zeit erweisen
    Gedanken schreiben neues Narrativ
    Nach Katharsis will ich reisen

  3. M udra
    E inatmen
    D urchatmen
    I n sich gehen
    T iefe spüren
    A usatmen
    T önen
    I n Stille sein
    O M
    N achspüren

  4. Vier Buchstaben aufs Zafu
    rechten Fuß unters linke Bein
    linken Fuß auf das rechte Bein
    rechte Fingerrücken auf die freie Ferse
    linke Fingerrücken in die hohle Hand
    Daumenspitzen sacht sich grüßend
    Rücken gerade
    Knie aufs Zabuton
    der Blick ins Nichts

    Atem rechtrasch ein
    Atem ganzlang aus

    Gedanken kommen
    nicht wegklickbar
    und alle
    unpersönlich von Natur aus

    nun
    im unbewegten Sitzen
    in stiller Wachheit schlicht
    in dem was uns umgibt
    Gedanken einfach unbedient zu lassen
    Gedanken nicht zu glauben
    körperfühlend

    mehr ist nie
    als das was ist
    entstanden
    aus dem reinen Geist
    gedankengestiftet
    vom Nicht-Sein ins Sein
    von dort in Form gebracht
    erscheinend vergehend erscheinend
    alle Form nur Illusion
    Konstanz vorgaukelnd
    im Einzigen Moment

    der Schlussgong nur
    ein Hauch im Jetzt
    bereits vorbei
    wenn er erklingt

    Aha !

  5. Meditationsgedicht – Begrüße jeden Tag

    jeder der Tag ist immer gleich

    was ich mein, wenn ich das sag

    er ist so chancenreich

    drum begrüße jeden Tag

    es steckt so viel da drin

    wie ein geschlossener Umschlag

    also öffne Deinen Gewinn

    und begrüße jeden Tag

    es gilt den Tag zu nutzen

    seine Zeit ist ein Vorschlag

    Du darfst staunen aber nicht stutzen

    also begrüße jeden Tag

    selbst wenn die Woche startet

    und es wieder heißt: Montag

    weißt Du nicht, was auf Dich wartet

    also begrüße jeden Tag

    gib keinen Tag verloren

    jede Begegnung ist ein Ertrag

    jeden Moment wird Glück geboren

    drum begrüße jeden Tag

  6. Meditationsgedicht

    „Ich soll also die Gedanken zur-“

    „Ruhe!“

    „Hab ich noch Schnitzel in der Tiefkühlt-“

    „Ruhe!“

    „Morgen muss ich raus in aller F-“

    „Ruhe!“

    „Das schieb ich anderen in die Sch-“

    „Ruhe!“

    „(stille) 🤐“

    „Das war schon alles, was ich will!“

    „SEI STILL! 😡“

  7. Einatmen – Pause – Ausatmen
    Wolkenmeere
    Einatmen – Pause – Ausatmen
    Wellenberge
    Einatmen – Pause – Ausatmen
    Sanddünen
    Einatmen –Pause – Ausatmen
    Rapsfelder
    Einatmen – Pause – Ausatmen
    Regenwälder
    Einatmen – Pause – Ausatmen
    Nebelschwaden
    Einatmen – Pause – Ausatmen

  8. atmen. atmen. atmen. atmen. atmen. atmen. atmen. atmen. nichtdenken. atmen. nicht… atmen. atmen. atmen. atmen. atmen. atmen. atmenatmenatmenatmenatmenatmenatmenatmenatmen. ein und aus
    #lyrimo (06)

  9. ein und aus und ein und…aus ein aus und einauseinau…
    shit. die gedanken flattern. das omm nervt. ungeduld fließt vom
    gehirn in die beine. ich.
    trinke tee und streichle die katze.
    innere ruhe hat keinen atem. nur
    hier und auch jetzt.

  10. Strickmeditation

    das bunte garn
    in die hände nehmen
    so weich, so warm, so flauschig
    nur spüren, fühlen, sich versenken
    abschalten
    und umswitchen
    die hände tasten weiter
    finden die Stricknadeln
    ertasten das begonnene strickwerk
    und wieder:
    nur spüren, fühlen, sich versenken
    abschalten
    und umswitchen
    die nadeln in die hände nehmen
    und endlich
    den faden um den linken zeigefinger
    losstricken
    langsam beginnen
    masche um masche
    das eigene tempo finden
    der faden läuft
    wie von selbst
    und wieder:
    nur spüren, fühlen, sich versenken
    abschalten
    und umswitchen
    der kopf wird leer
    wird frei
    leer geputzt von allem,
    was ihn fesselt
    und oft so schwer macht
    spüren, wie der flow kommt
    wärme sich ausbreitet
    und freude
    einfach nur tun
    nicht mehr denken
    leer –
    und frei werden

  11. Katzenmeditation
    Die Katze schnurrt,
    und liegt auf mir,
    hilft anzukommen,
    im Jetzt und Hier.
    Ich streichele
    ihr weiches Fell,
    vor lauter Liebe ist mein Herz
    so warm und hell.
    Mein Geist ist ruhig,
    klar und rein,
    und irgendwann,
    da schlaf ich ein.

    06.11.2020

  12. Meditation

    Setzen, sitzen
dich niederlassen
Atmen
Dein ganzes Gewicht
mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt der Erde
anvertrauen
Auch das Gewicht der Gefühle, der Ängste und auch das Durcheinander der Gedanken?
Atmen
Aber das Durcheinander klebt an mir. Wie mit Spinnfäden ist es an mich knotet.
Atmen
Dein ganzes Gewicht
mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt der Erde
anvertrauen
Mit dem Einatmen kommt es wieder hoch.
Atmen.
Ja, ja, ich mach ja.
Dein ganzes Gewicht
mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt der Erde
anvertrauen
Reise zum Mittelpunkt der Erde, um alle verlorenen Gewichte einzusammeln, die da hängen und kleben in den Spinnweben von dem Leben, das ich nicht weiter weben kann. Ich habe das Muster vergessen.
Sei still und atme.
Atmen.
Mein Gewicht mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt dem Erde hinterher schmeissen.
Sachte, sachte. Sei still und atme.
Und quatsch keinen Blödsinn.
Ich atme ein. Ich atme aus.
Und wenn du mich nervst, schalte ich deine Stimme aus! Dich kann ich stumm schalten, du Meditationsapp. Meine Gedanken nicht.
Wär auch zu einfach.
Atmen.
Augen öffnen.
Steh auf und …
Schon gut, danke, schönen Tag noch.

  13. Meditationsgedicht 06
    ***
    Sonnenstrahlenmeditation

    Die Sonnenstrahlen
    umschmeicheln
    meinen Körper.
    Sie berühren mein Herz,
    umspielen meine Seele zart.

    Mit jedem Atemzug,
    atme ich
    göttliche Liebe
    und
    Vollkommenheit
    ein.

    Jede
    Zelle meines Körpers
    wird jetzt
    erneuert.
    Ich bin gesund.
    Ich bin stark.
    Ich bin heil.
    ***
    … mit lieben Grüßen und
    den allerbesten Wünschen …
    Segen … M.M.

  14. meditieren.

    mantra mantra
    zur ruhe kommen
    will ich
    den arbeitsspeicher
    leeren
    mantra mantra
    (hab ich das telefon
    abgestellt?)

    mantra mantra
    der körper sucht
    noch entspannung
    der blick wendet sich
    vom außen ab
    mantra mantra
    (kalt ist es hier,
    wo ist die decke?)

    mantra mantra
    ja, morgen wird schlimm
    aber jetzt lass ich los
    los jetzt
    mantra mantra
    (hallo ischias, du bist
    bitte ruhig…)

    mantra mantra
    mantra mantra
    mantra mant…
    und manchmal ist
    der schlaf die
    rettung

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