„DiesDas“ das Doppel 30 Tage – 30 Gedichte (09)

Ich hoffe, dass ihr alle wieder von eurer Unterkunftsuche  zurück seid. 

Also können wir mit neuem Elan an die nächste Runde der 30 tage – 30 Gedichte Schreibwerkstatt gehen. 

 

 

Am 09. Tag sehen wir doppelt.

 

Nehmt zwei Wörter, die im weitesten Sinne ein Doppel darstellen und schreibt dazu ein oder auch zwei Gedicht(e).

 

 

 

Sandkorn Fels

Samen Baum

Tropfen Ozean

Korn Brot

Lüftchen Sturm

sind nur einige Beispiele.

blaue Trennlinie

 

Und wer noch eine kleine Fleißaufgabe machen mag, schaue hier. ZungenbrecherTag

 

 

eure Fleiß*Beiträge bitte auf dieser Seite eintragen.

Zungenbrecher eine Sammlung…blaue Trennlinie

Viel Vergnügen und Gutes Gelingen.

 

 

19 Kommentare zu „„DiesDas“ das Doppel 30 Tage – 30 Gedichte (09)

  1. Wer alles schwarz auf weiß nach Hause trägt
    Und alles Bunte unterschlägt,
    Der lebt in einer tristen Welt.

    Wer Schwarzweißmalerei betreibt
    Und alles immer übertreibt,
    Um den ist es nicht gut bestellt.

    Wer Menschen nur schwarzweiß anschaut,
    Und wem vor den Nuancen graut,
    Der lebt recht einsam auf der Welt.

  2. Tag / Nacht

    Sagt der Tag zur Nacht
    Hast mir beigebracht
    Dass meine volle Pracht
    Nur Dein Sein entfacht
    Und die Nacht, die lacht
    sagt, gut nachgedacht!
    Licht schnell ausgemacht
    Fantasie entfacht.

  3. Ein Splitter als Teil
    Vom ganzen Glas ein Stück nur
    Scharf und durchsichtig

    #Haiku

    Doppel:Splitter und Glas

  4. Der starke Stamm
    Trägt einen Baum
    Trägt Äpfel und Blätter
    Trägt Würmer und Raupen
    Trägt sie bei Sonne und Wolken
    Trägt sie bei Regen und Wind
    Der starke Stamm
    Ist Teil des Baumes
    Tief verwurzelt in der Erde
    Weil alle Kräfte hier entstanden

  5. Faden – Gewebe

    Ein Faden zieht sich durch unser Leben,
    der Faden mit dem wir unser Lebensmuster weben.
    Mal webt er oben, mal webt er unten,
    doch immer sind wir mit ihm verbunden.
    Am Webstuhl des Lebens, weben wir hin und her,
    manchmal ist das leicht und manchmal sehr schwer.
    Es wird gewebt, bis die Weberei vollkommen,
    wenn fertig gewebt, sind wir in der geistigen Welt willkommen.
    ***
    … herzliche Grüße und alles Gute mit Segen

  6. ja so köstlich kann es sein
    himmlisch zart und sahnefein
    Vanilleduftend so erfrischend kühl
    das Bällchen Eis
    und es löscht den Durst

    knackig und heiß
    ein würzig HochgenussGefühl
    höllisch scharf so heizt sie ein
    ja so köstlich kann sie sein
    die Currywurst

    und man bekommt gleich wieder Durst

  7. DiesDas sagen sie
    und wir lassen‘s zu
    DiesDas meinen sie
    es lässt uns keine Ruh
    DiesDas posaunen sie
    dreist und sehr konkret
    wird DiesDas Grenzen nicht gesetzt
    ist‘s irgendwann zu spät
    Auswahl: dies/das

  8. Dunkle Wolken
    Ballen sich am Horizont.
    Kalt fegt der Wind
    Durch die Straßen.

    Menschen hasten umher
    Und suchen Zuflucht
    In warmen Häusern.
    Mein Blick
    Geht zum Himmel.

    Leise löst sich
    Eine kleine Schneeflocke.
    Schwingend schwebt sie
    Auf meine Wange.

    Die Restwärme taut sie.
    Einer Träne gleich
    Rollt sie mein Gesicht hinab.
    Der Winter ist da

  9. Luftzüge

    ich atme aus
    ein Atemzug bewegt die Luft
    ich gegen die Welt

    wenn wir zu zweit
    ausatmen
    haben wir einen Luftstrom
    wir sind Teil der Welt

    zu dritt
    ein laues Lüftchen
    wir sind zu spüren in der Welt

    zu zehnt
    ein Luftzug
    wir stoßen etwas an in der Welt

    zu hundert
    eine Boe
    wir bewegen etwas in der Welt

    zu tausend
    ein Sturm
    wir rütteln an dieser Welt

    zu zehntausend
    ein Orkan
    wir treiben sie vor uns her diese Welt

    zu einhunderttausend
    ein Hurrikan
    wir machen sie dem Erdboden gleich diese Welt

    zu einmillionst

    ich halte den Atem an

    https://wortverdr3her.wordpress.com/2020/11/09/30-tage-30-gedichte-09-diesdas-das-doppel/

  10. idee, samen, das
    versprechen einer blume. eines
    baumes, wald, wiese, erde, leben.
    wir sähen heute gedankengut, das
    in wenigen jahren über die
    straßen rennt. es ruft. ich sehe
    samen und rieche blüten.

  11. baalbek

    hoch ragen sie
    aus der ebene
    zwischen den gebirgen
    einst geschaffen
    auf einem fundament
    riesiger steine
    sechs tempelsäulen
    von jupiter kündend
    in staubiger steppe
    zwischen zerfallenen
    mauersteinen ein
    zeichen unserer hybris
    wir könnten unserem
    eigenen zerfall
    entgehen

    mein doppel: stein|gebäude

  12. Ein letztes Zündholz
    entfachte ein Feuer,
    im hellen Schein, dich
    tanzender Funken
    Reigen fiel der Schatten
    meines Aufbegehrens
    in deinen Schoß.

  13. Kalt war es
    geworden
    um sie herum
    erstes Schneeflocken
    Treiben
    wieviele Zündhölzer
    hatte sie entfacht
    in ihren kleinen Händen,
    wieviele erloschen ihr
    zu Füßen im Schnee,
    zusammengesunken
    ein achtlos Häuflein
    Mensch, zu kurz
    des Brennen
    Feuers und zu eisig,
    sich zu wärmen.

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