“ Radwege“ 30 Tage – 30 Gedichte (18)

ihr seid echt klasse“ Welch abwechslungsreiche Gedichte an/aus einem Tag entstehen können.

Habt ihr alle „geheimen Dienstage gefunden? Oder eine Botschaft übersehen….?!

 

Übersehen ist beim nächsten Impuls höchst gefährlich…

 

wir betrachten uns heute literarisch die“Radwege“

., die ja immer mehr an bedeutung gewinnen. 

 

also, lasst die Tinte rollen, tretet in die Tastenpedale.

 

Gute Fahrt !

blaue Trennlinie

das Rad erfinden

mittendrin im Rad des Lebens
auf dem Weg
 
dem Lebensweg
 
dem Radweg der Achtsamkeit
werden wir uns begegnen

 

 

Copyright:

blaue Trennlinie

15 Kommentare zu „“ Radwege“ 30 Tage – 30 Gedichte (18)

  1. Auf Augenhöhe mit
    Roggenähren. Felder. Hin und
    wieder Kornblumenblau. Sommermonate-
    lang Radwege.
    Lauer Wind, Sonne, stramme Waden
    auf Augenhöhe, unter
    Roggenähren.

  2. er schwingt sich
    der helm sitzt perfekt
    noch schnell ein paar hunde
    auf dem radweg erschreckt
    jaul!
    war das die fußhupe oder doch
    der schrei des dreijährigen
    keine zeit für gedanken
    blätterwirbel, nässe
    purzelbaum!
    zirkuswürdig.

  3. Damit ich es klarlege:
    Waldwege
    Radwege
    Verkehrswege sind
    Hinwege und Rückwege

    Wenn ich es recht überlege:
    Lebenswege
    Leidenswege
    Bildungswege sind
    Hinwege

    Mit Achtung pflege ich:
    Sonderwege
    Abfahrtswege
    Zahlungswege
    Mittelwege

    Wege und Mittel haben wir

    An Wegen mangelt’s nicht

    Ende Gedicht

  4. Des Rades Weg ist ew’ger Kreislauf
    in sich perfekt und in sich rund
    es rollt, wohin Impuls wir geben
    gibt Anfang gleichwie Ende kund

    es ist Symbol für stetes werden
    gibt Bodenhaftung Flüchtigkeit
    dreht immergleichrund sich auf Erden
    kommt je nach Material recht weit

    die feste Form mag Vielfalt zeigen
    aus Gummi, Stahl und Holz gar fein
    wenn Speichen ihm den Körper geben
    muss Leere seine Seele sein

  5. wir werden uns begegnen
    wie auf einem Radweg
    seit an Seit gemeinsan hintereinander nebeneinander
    überholend rasend sich schneidend laut klingelnd
    abseits beobachtend
    sich abstrampeln sich entspannen
    sich trainieren sich ausprobieren
    dort hin dort weg
    miteinander zueinander
    sich grüßen
    gemütlich geruhsam langsam
    genießend achtsam
    schnell schimpfend drängelnd ungeduldig gehetzt
    kontrollierend
    rücksicht nehmen Vorbild sein
    ein Lächel – wäre fein … und tut nicht weh!
    unterschiedlich
    und doch gleich
    wir werden uns begegnen
    wie auf dem Radweg

    auf dem Radweg des Lebens

  6. R adfahrer sind manchmal höchst
    A ggressiv. Sie glauben die Helden
    D er Radwege zu sein.
    W ilde Gestikulationen mit
    E mpörten Wortgeschwadern
    G ehören zur Tagesordnung.
    E infach nur: „Leute, aus der Bahn!“

  7. Platz da da vorne jetzt komme ich weg da das ist mein Weg jetzt komme ich klingeling…aus dem Weg jetzt komme – schepperdongknirschkrach
    lag ein Ast im Weg
    *Ach!

  8. ritter der poolnudel, erhebt
    euch! schwingt den langen
    gummispeer und räumt die
    radwege frei. auf die rösser
    ihr mannen. wir werden sie
    und ihre blechhöllen richten.

    (Grüße an den aggressiven Radfahrer, der mir jeden Tag auf dem Radweg entgegenkommt)

  9. Wer Fahrrad fährt, der weiß genau
    Hier juckt dich nicht der größte Stau
    Hier ärgert dich kein Hupkonzert
    Frischluft und Sport sind nie verkehrt
    Doch eines laut nach Bess´rung schreit:
    Die allgemeine Radweglosigkeit

    Die Autos kommen einem nah
    Der Bordstein wirkt bedrohlich gar
    Das Abbiegen wird kompliziert
    Wohl dem, der da noch nie touchiert

    Und der, der schon in Münster war
    Der kennt trotz Radwegen Gefahr
    Denn auf der besten Schnellfahrstrecke
    Liegt Polizei hinter der Hecke
    Sie halten dich an und fragen nach Licht
    Hast du Ersatzbatterien? Wehe, wenn nicht!

    So bleibt dem geneigten Radler noch eine Option:
    Auf nach Holland, wo der Radweg das Gesicht der Nation

  10. Laufend
    werden sie
    ausgebaut und erweitert
    durch erholsame Natur – die
    Radwege.
    ***
    Verschenkt
    habe ich
    mein neuwertiges Fahrrad
    deswegen benütze ich keine
    Radwege.
    ***
    Einladende
    Lokalitäten und
    Möglichkeiten zur Erfrischung
    gibt es entlang der
    Radwege.
    ***
    Bei
    herrlichem Herbstwetter
    sind noch massenweise
    Menschen unterwegs auf den
    Radwegen.
    ***
    Liebe Grüße zu den Dreißiggedichteschreiber*innen.

  11. Ich war mal ein wenig „ungehorsam“ und habe die Radwege sehr, sehr frei ausgelegt …..

    vorwärts vorwärts
    immer vorwärts
    weiter weiter
    los voran
    es dreht sich
    vorwärts vorwärts
    unter meinen füssen
    bloß voran
    oder irr ich
    dreh ich rückwärts
    oder abwärts
    laufe
    träumen
    wünschen
    wattewolken
    hinterher
    vorwärts
    rückwärts
    hin und her
    bis ich
    stolper
    stürze
    falle
    und hinaus
    geschleudert werd….

  12. Aus Kindheitstagen

    erinnerung an einen sommer

    dort
    wo die welt
    auf sand gebaut ist
    weites land unter
    hohen himmeln
    kreisen milane
    kiefernwälder
    passierten uns
    äcker und wiesen
    lerchenruf
    ab und zu
    eine karte gespickt
    auf die spitze eines
    stolzen kirchleins:
    geduckte dächer
    eines dorfes
    geteilt vom band
    rundgefahrener
    granitbuckel
    dann versank der
    reifen erneut
    im märkischen
    sand

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