„Erasure– Schiller“ 30 Tage – 30 Gedichte (26)

… Habt ihr alle alles verstanden?

Mundart – Dialekt – oft verbunden mit Erinnerungen. 💙

auch das folgende Gedicht ist für mich mit einer Erinnerung verbunden. Ihr kennt es sicherlich auch alle.

nun wollen wir diesen Gedicht aber nicht nur Erinnerungen entnehmen, sondern auch die Worte des Gedichtes nutzen, um neue Gedichte zu erschaffen.

in altbekannter Weise schreiben wir ein

Erasure-Gedicht.

„Radiert“ also alle Wörter aus dem Schiller Werk und lasst nur diese Wörter stehen, die euer neues Gedicht darstellen.

wichtig: die Reihenfolge der Wörter sollte die gleiche bleiben.

nun wünsche ich uns allen gutes Gelingen.

(*Mir besonders, da mir ja der Überblick ein wenig fehlt.) und hier geht’s zum entsprechenden Gedicht, dass uns für unsere heutige Aufgabe als Vorlage dient:

die Bürgschaft

blaue Trennlinie

horch

da sprudelt es silberhell

ganz nah zu lauschen

und sieh ein lebendiger Quell

erfrischt der Zweige Grün

beflügelt in Abendrots Strahlen

 willkommen

Sonne

bin Freude

Copyright: Traumspruch

blaue Trennlinie

 

15 Kommentare zu „„Erasure– Schiller“ 30 Tage – 30 Gedichte (26)

  1. Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
    nach so langem Warten und Bangen.
    Der andere weint, weil so vieles versäumt,
    wir müssen von vorne anfangen.
    Er hat schon so oft vom Tode geträumt,
    dass dieser zu ihm eilte – mit großem Verlangen.
    Doch die Frist ist vorbei das Feld ist geräumt,
    Das Morgenrot scheint und ein Freudenfest wird begangen.

  2. den Dolch
    vom Tyrannen befreien
    entrinn ich

    will er mir gönnen drei Tage Zeit
    ehe das dritte Morgenrot
    kommt ans Ufer
    spähet und blicket

    kann die Stadt nicht erreichen,

    Gott hat Erbarmen
    habe nichts als mein Leben

    gerettet ans heilige Land

    Und die Sonne blickt
    Und die Angst beflügelt

    glaube an Liebe
    Wundermär

  3. mit dem Dolche finster
    Tyrannen-Kreuze
    die Schwester denGatten den Freund
    …erwürgen
    arge List
    brennende Wut
    gigantische Schatten
    kreutzgeschlagne Angst
    Sorgenqualen
    das Volk
    Schmerzen tränenleer
    bezwungen
    leerer Wahn!
    im Bunde

  4. da schimmern in Abendrot strahlen
    die Zinnen des Hauses
    und die Sonnen geht unter
    am Tor
    die Wundermär
    ein menschliches Rühren
    verwundert das Herz

    ☑️

  5. Bürgschaft

    Tyrannen schlugen drei Tage mit arger List
    Doch wisse! Wenn sie verstrichen die Frist
    kommt Streben zu lösen die Bande
    und vereint
    Quellen und Ströme und Wogen

    Angst beflügelt Sorge

    Ich glaube an Liebe und Treue
    Mich ruft Erstaunen
    – in den Armen Schmerzen und Freude –

    Auge tränenleer
    bringt Wundermär

    Kein leerer Wahn ich sei!

    Bitte!

  6. Sprich
    Ich bitte dich
    die Schwester magst du
    Freund
    mit Seele

    die Stimme sinkt
    er weint und fleht:
    „O Sonne.“
    Stunde an Stunde
    fasst er sich Mut
    mit Gott
    gewinnt Leben
    die Sonne malt gigantische Worte
    in Abendrots Strahlen:
    „Ein Retter
    der Freund
    glaube an Liebe und Treue.“
    Und da steht er am Tor
    sieht den Freund
    dichten:

    „In den Armen liegen sich beide
    Und weinen vor Schmerzen und Freude.
    Es ist euch gelungen,
    Ihr habt das Herz mir bezwungen,
    Ich sei, gewährt mir die Bitte,
    In eurem Bunde der Dritte.“

  7. dunkle zeiten

    schlugen kreuze
    sorgender seele
    trostlos
    die hände
    niedergeht
    der freund
    wachsend die angst
    mut eilet fort
    hemmet nichts
    als mein leben
    von der unendlichen mühe
    stille hält
    gigantische schatten
    ziehn beflügelt
    jagen der sorge qualen
    das eigene leben
    den tod erleidet
    und glaube
    geht unter
    vor schmerzen

  8. ich bin
    magst du mit umarmt das Morgenrot
    zum Meer

    eilen
    die Sonne
    glühend unendlich
    silberhell rieselndes Rauschen
    Stille lauschen
    springt
    schnell
    lebendig
    und freudig
    ein Quell
    blickt der Zweige Grün
    Jetzt!
    beflügelt
    erkenne das eigene Leben
    von Stunde zu Stunde
    und glaube an Liebe
    an Treue
    und die Sonnen geht unter am Tor
    da bin ich Freude
    ich sei!

  9. von den bergen. bäche, ufer,
    strand. meere. ich kann die
    stadt nicht erreichen. wie
    rieselndes rauschen. stille.
    und die sonne geht unter.

  10. Drei Tage Zeit

    will ich dir schenken

    Schwester

    so bleib damit

    ich und du

    freudig das eigene Leben vereinen

    und in den Armen liegen

    und weinen vor Freude

  11. Ich bin

    bereit

    Leben
    Gnade

    nach kurzem Bedenken

    er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
    er spähet und blicket
    Die Sonne, wenn sie niedergeht
    da fasst er sich Mut
    danket dem Gotte

    Und horch! da sprudelt es silberhell
    Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
    eilenden Laufes
    Von Stunde zu Stunde
    Mit hoffender Seele
    den mutigen Glauben
    willkommen
    vereinen
    Des rühme
    der Freund dem Freunde
    Und glaube an Liebe und Treue

    die Sonne geht unter
    die Menge gaffend
    Da bin ich
    Erstaunen
    In den Armen liegen
    Schmerzen und Freude
    kein Auge tränenleer
    Wundermär
    menschliches Rühren
    lange verwundert
    Es ist gelungen
    das Herz
    kein leerer Wahn
    In eurem Bunde

  12. Schweigend umarmt ihn
    das dritte Morgenrot
    Die Bäche, die Ströme schwellen
    Der wilde Strom wird zum Meere

    Es eilen die Stunden,
    Welle auf Welle zerrinnet,
    Stunde an Stunde entrinnet.

    Nichts als mein Leben,
    ein lebendiger Quell,
    gigantische Schatten;
    die Worte
    die Angst
    Mit hoffender Seele
    Schmerzen und Freude
    menschliches Rühren

    Ihr habt das Herz mir bezwungen

  13. ich bin
    bereit
    schweigend umarmt
    vereint
    unendlicher regen
    donnernd
    schwellen strudel
    trostlos
    die stimme
    sinkt und weint
    die sonne
    erbleicht
    welle auf welle
    angst
    schrecken bleich
    mein leben
    muss ich geben
    die sonne
    glühender brand
    unendliche mühe
    stille lauschen
    felsen malt
    schatten
    angst
    zu spät
    gebrochen
    die sonne
    geht unter
    tränenleer
    das herz
    bezwungen
    ….

  14. Am Kreuze zu sterben bereit
    nach kurzem Bedenken
    Drei Tage schenken
    am Kreuz schweigend
    umarmt das dritte Morgenrot

    Schwester mit sorgender Seele
    gießt von den Bergen Quellen
    Bäche, Ströme schwellen
    ans Ufer mit krachenden Bogen

    trostlos irrt die Stimme
    kein Strand wird zum Meere
    sinkt ans Ufer und fleht:
    Stunden, Mittag, Sonne

    Welle zerrinnet
    Stunde treibt Angst
    Mut wirft mit gewaltigen Armen
    dem rettenden Gotte des Waldes
    Ort, Pfad und Schrecken ans heilige Land

    Verderben wie rieselndes Rauschen
    Stille hält Felsen auf glänzenden Matten
    Bäume vorüberfliehn
    Worte ans Kreuz geschlagen

    Angst beflügelt das eigene Leben!
    Tod erleidet mit hoffender Seele
    soll der Tod vereinen
    schlachte die Sonne
    Seile zertrennt er gewaltig

    Und in den Armen weinen Schmerzen
    kein Auge, kein leerer Wahn

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