„Netzwerken“ 30 Tage – 30 Gedichte (28)

die Würfel sind gefallen

noch 3 Impulse #Lyrimo im November 2020 

 

Würfelzuckersüß, entzündbar, brilliant,das Ding, mit Adelgunde eingefädelt und der Mond eingeschmuggelt und dreckig der Klepper im Stall, ab/auf-gebrüht

 

 

Unser Netzwerk der Lyrik und der Poesie.

 

und da haben wir bereits unseren neuem  Impuls:

 

„Netzwerken“

 

 

 

ihr seid dran!

blaue Trennlinie


ja spinn ich denn


mein Netz mein Werk doch ich bin Einzelkämpferin
ich spinn die fäden
 
und ich sitz mittendrin
ich spinn so vor mich hin
und fange jede Fliege
wenn ich die kriege
mein Werk mein Netz und ich allein
netzwerken ?
kann einfach sein
 
und dich und dich und dich – lade ich dann dazu ein
auf eine Fliege…
wenn ich euch zum „werkeln“ kriege

Copyright: Traumspruch

blaue Trennlinie

16 Kommentare zu „„Netzwerken“ 30 Tage – 30 Gedichte (28)

  1. Du werkst
    an deinem Netz
    und ich
    an meinem
    du glaubst
    du seiest
    der Mittelpunkt
    doch halt,
    bin doch ich
    der Mittelpunkt
    nein sie, nein er,
    wer denn nun,
    außer mir?
    Hallo, ist da jemand,
    wer da?
    Dich, will ich nicht.
    Du kennst nur mich.
    Und dich, will ich.
    Du kennst den und den
    und auch den.
    Folge mir
    so folg’ ich dir.
    Ach, und eins noch
    bevor ichs vergess‘,
    ich, bestimm‘
    hier die Regeln
    hältst du dich dran
    bist du mein Freund.
    Wenn nicht,
    fliegst du raus.
    So ist das,
    unser Spiel.

  2. netzwerken

    an was willst du’s messen?
    an der anzahl? wie viel?
    suchst die beste position
    stark vernetzt! und doch
    ist’s für dich nur ein spiel
    am ende vergessen
    die vertraute person
    längst gegangen, verdorben
    bindung gestorben
    war das dein ziel?

    an was willst du’s messen

    wie zentriert du bist
    wie dick deine kanten
    zu den anderen reichen
    wie groß dein knoten
    wie laut deine zoten

    ich lass dir die wucht
    (den vermeintlichen ruhm)
    nur ich werde weichen
    denn ich
    nenn es gemeinschaft
    nicht profilierungssucht.

  3. Netz-werken
    Be-wirken
    Sich aus-wirken
    Aus-tauschen
    Nicht austauschbar sein
    In einem Netz sicher vorankommen
    Ohne im Netz gefangen zu sein

    Netz-werken
    Ein Netz knüpfen
    Themen ver-knüpfen
    Daran arbeiten
    Dinge aus-arbeiten
    Mit anderen verbunden
    Um im Verbund zu wachsen

  4. Über das Dichten

    Worte netzwerken
    (undichte Stille im Netzwerk
    Silben sickern hindurch)
    Werke wortnetzen undicht
    Netze netzworten undicht
    Werkworte netzlos verdichtet (1.Vers)

    im Sprachlos verfangen
    werklose Wortnetze spinnen
    Worte wortwerken
    Netze netzworten
    Wortwerke verdichtet
    aus Maschen herauslösen
    aus Raum und Zeit (2. Vers)

  5. „Komm in mein Netzwerk!“ ruft die Spinne
    und klingt sonor mit fester Stimme
    „denn bist Du erst in meinem Netzwerk drin,
    zeig ich Dir, was für eine tolle Influencerin ich bin.“

    Was sie tatsächlich meint, das tut sie wohlweislich verschweigen:
    „Einmal drin, kannst Du nie mehr gehen, nur verbleiben!“
    Es ist der immergleiche Reigen
    Zuletzt wird sie das Opfer
    sich einfach einverleiben.

  6. verbunden durch. gefangen
    mit. wir sliden durch bytes
    und seelenlose zeilen. aber
    du bist mein freund. an
    gestubbst. geliked durch.
    und ich kenne dich nicht.

  7. Irdisch variabel
    wie gedacht
    so erfahren
    scheinbar begrenzt

    universal unendlich
    die Allesschwingung
    aufnehmend
    aus Gedanken
    aus Worten
    aus Taten

    das Alles
    im Hohen Bogen
    in Balance bringend
    quantenfeldverschränkt

  8. Netzwerken ist wunderbar,
    einer ist für den andren da.
    Ob Tränen, Freude, Sonnenschein,
    im Netzwerk sind wir nie allein.
    Wir tauschen Rezepte und Gedichte,
    oder unseres Lebens Geschichte.
    Wir fragen einander gleich am Morgen,
    hast du heute vielleicht Sorgen?
    Oder bist du glücklich und beschwingt,
    verbunden sein – damit der Tag gelingt.

  9. Anleitung

    Maschen formen

    mit Menschen

    und wie ein ein Netz über sich stülpen

    ein pull over

    aus

    menschlicher Wärme für die schweren Tage

  10. netzgewerkelt
    in Zeiten
    ich dir
    du mir
    und wer kann darf
    und lass dir
    nicht genieren
    ausprobieren
    gemeinsam stark
    einsam
    war gestern
    aufmerksam
    hilfreich
    dankbar
    jeder so wie jeder kann
    jede jeder alle
    netzgewerkelt

    p.s. ein Dankeschön von Herzen an die Heinzelfrau, die mit dem Einkaufsnetz fürs netzwerken *

  11. Netzwerke Miteinander Ergänzung Verstärkung
    Anerkennung und alles ist mit Allem verbunden – gut
    eingefädelt und mit doppeltem Boden und
    Auffangnetz!?

  12. Ich habe dann noch einmal über mein Netz(werk) nachgedacht:

    Beschreibung

    es ist
    belastbar
    fasst ein und
    hält zusammen
    nichtiges fällt durch
    die zwischenräume
    platz schaffend für
    neues das gehalten
    bleiben soll

    mein netz
    hat grobe maschen
    dass es nicht zu
    schwer wird

  13. Rund
    um den
    Erdkreis funktioniert es
    ist äußerst beliebt das
    Netzwerken.
    ***
    Individuell
    verschieden sind
    sind die Bedürfnisse
    die sich weltweit tagtäglich
    vernetzen.
    ***
    Wundervolle
    Kunstwerke entstehen
    wenn Spinnen ihre
    glänzenden Fäden verweben zu
    Netzwerken.
    ***

    Zu
    Großmutters Zeiten
    war es total
    in Mode, es
    gehörte einfach dazu das
    Einkaufsnetz.
    ***
    Energetische Vernetzungen

    Im Leben sind wir total vernetzt,
    das ist oftmals wie verhext.
    Wir sind verbunden mit allem und jeden,
    die Fäden sich miteinander verweben.
    Manchmal wissen wir nicht wie uns geschieht,
    energetisch verbunden heißt dann das Lied.
    Dann müssen wir diese Fäden entwirren,
    damit sie ihre enormen Kräfte verlieren.
    ***
    Verkehrsnetze

    Autobahnen, Autostraßen,
    Flugverkehr und Güterzug.
    Überall sich rasch verbinden,
    sonst kommt man in Zeitverzug.
    U-Bahn, O-Bus, Straßenbahn,
    der Netzwerke gibt´s wohl genug.

  14. Ich habe hier eine Netzwerkerin allererster Güte befragt. Heraus kam die

    klage der aranea

    da sitze ich und ruhe aus
    sehr lang ist schon der faden
    bin ich mit mühevoller pflicht
    ein leben lang beladen

    zuallererst suche ich aus
    wohin mein werk ich baue
    dann hänge ich den rahmen auf
    so fest dass ich ihm traue

    dann lauf ich auf und wieder ab
    lass einen stern entstehen
    der breitet seine strahlen aus
    ganz zart (fast nicht zu sehen)

    und wenn der rahmen ausgefüllt
    dann laufe ich in runden
    verstrebe all die strahlen zart
    das dauert viele stunden

    wie oft fange von vorn ich an
    weil jemand meint, es wäre
    mein kleines netzwerk ihm im weg
    nicht schlimm dass ers zerstöre

    mich kostets kraft und dabei bin
    ich darauf angewiesen
    besorge meine mahlzeit mir
    mit netzen wie mit diesem

    nun sitz ich hier und ruhe aus
    in meines netzes mitte
    und habe hunger, bin erschöpft
    und hab nur eine bitte

    wenn ihr draußen meiner gewahr
    und von dem netz berühret
    so schaut euch seine schönheit an
    zum schwärmen sie verführet

    besonders wenn der morgentau
    fällt auf die zarten stränge
    und hängt als perlen schimmernd hell
    vermehrt des lichts gepränge

    und lasst es hängen denn ich muss
    selbst spinnen mir die seide
    muss ich es ständig neu mir baun
    wisst, dass ich hunger leide

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