(„Kaffeesatz“ 30 Tage – 30 Gedichte 30)

 

Begegnungen…hier und da und dort und irgendwo. Bewusst, angenehm, flüchtig…

mitunter sogar blind – mitunter ein blindDate…

 

So endet dieser #frapalymo im November 2020 mit einer Fülle wirklich lesenswerter Poesie, mit Gedichten, die Geschichten erzählen. Mit Begegnungen zwischen eindrücklich  und flüchtig. 

 

Bleibt am Ende noch das

 

„Lesen im Kaffeesatz“

… was ist, was kommt… 

 

So wünsche ich euch heute noch einmal Gutes Gelingen.

Bleibt gesund, passt gut  auf euch und auf einander auf…und bleibt mir gewogen.

dagmar alias Traumspruch alias die Tante-Lyrimo

19 Kommentare zu „(„Kaffeesatz“ 30 Tage – 30 Gedichte 30)

  1. … Danke Dagmar für deine Ideen und Mühen – Dir beste, gesunde Tage, bis zum nächsten lyrimo …

    VERHEIßUNG
    Wer heut‘ im Kaffeepulver rührt
    Wird morgen von dem Satz verführt
    Interpretieren sei sehr gut
    Denn dazu braucht es keinen Mut
    Voraus zu sagen ungehemmt
    Im nächsten Jahr käm‘ angeschwemmt
    Zum wiederholten Male dann
    Lyrimo für die Frau, den Mann

  2. Liebe Dagmar, herzlichen Dank für Deinen Einsatz, uns jeden Tag einen neuen Impuls zu präsentieren und im Hintergrund auch dezent die Website zu pflegen (kleine Fehler auszumerzen, dafür besonderen Dank von mir…)
    Ich wünsche Dir und allen Mitstreiter*innen eine gute Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest.

    Herzlich Stachelvieh

  3. Die Zeit, auf Eis gelegt.
    Wir bewegen uns
    im Trance, Phantome
    im surrealen Raum,
    in Zeitlupe vorwärts.
    Wenn es denn nur
    ein Vorwärts gäbe
    im Versteinert.

    Sind wir verzaubert?
    Erst wieder zu Leben
    erwachen
    zu Fleisch, zu Blut,
    wenn der Spuk vorüber.
    Gäbe es nur ein Leben
    aus dem sich lohnte
    den Kaffeesatz zu lesen.

    So sag mir doch, Leben
    was ist, was bleibt?
    Sag mir wo die Liebe ist
    wo dein Lachen
    sag mir wo die Blumen sind
    wo sind sie geblieben
    was ist mit uns gescheh‘n.
    Das Leben, auf Eis gelegt.

  4. amouröse Versteckspiele
    verschmähtes Schweigen
    Love-Brühung für Abgebrühte
    Als ob neue Wörter
    aus Kaffeesatz sprössen

    Tresterstimmung
    Hörstück-Spagat
    zwischen Maschinenröcheln und Reinigungspiepton
    Kunstpause im Kaffeeersatzlesen
    so nichtssagend

  5. Kaffeesatz Kaffeetante las darin: Ei da guckste Ach na sowas Nein oh nein Ja sicher das Oder Doch SoSo Und was noch Kann mans wissen weiss mans Sag nur sag doch was da steht…zu spät sie verrät es nicht Ende vom Gedicht

  6. Kaffeesatz und Teesatz

    Der Teesatz sagt zum Kaffeesatz:
    „Gib Dir bitte Mühe!“
    Der Kaffeesatz, der schaut wirsch und fragt:
    „Was willst Du denn? Ich brühe…“

    „Ach weißt Du“, sagt der Teesatz leis
    „Mich brüht man auf und trinkt mich heiß.
    Mein Satz dreht höchstens Kompostkreise.
    Das ist dann alles schon gewesen.
    Bei Dir passiert das zwar auch oft:
    Doch manche tun in Dir lesen:
    Was ist, was kommt
    und wie ’s genau gewesen.“

  7. im Kaffeesatz
    aha
    kannst du lesen was da steht
    kein Braille-Alphaabet
    diese Klaue ist nicht zu entziffern nein
    die Punkte viel zu klein
    zu sehr zermahlen
    keine Lettern keine Zahlen
    kein Reih und glied
    und keine Zwischenräume
    UNMÖGLICH
    nix vorhersagbar…

    schade!

  8. wer weiß schon, was morgen ist
    du vielleicht? du bist
    doch auch nur gut im raten
    kaffeesatzlesen. den spaten
    in der erde drehen
    windräder im winde wehen
    lassen und so tun, als wüsstest du
    doch du weißt nicht. du
    weißt nicht.

    bis dich die angst am hals
    würgt und falls
    du schreien wollen
    würdest, lass es! lieber mit vollen
    gedanken und warmen händen
    den weißen wänden
    noch ein wenig
    buntes schenken.

    küss mich, liebes heute.
    wer weiß, was morgen ist,
    was mir das leben
    schreckliches bereiten
    mag oder auch gutes
    (es gibt nichts gutes, außer…)
    küss mich, lieber frohsinn,
    wir haben eine frist – und
    wer weiß schon, was morgen ist.

  9. der kaffee ist getrunken. die bohnen leer. nur noch der kaffeesatz erzählt von einer schönen zeit.

    Danke für den herausfordernden und inspirierenden Monat!! 😇

  10. Ein Satz

    ratz fatz
    knallt die Katz
    mir die Tatz
    vor den Latz

    fort die Katz
    ohne Hatz

    eh ich patz
    weiterratz
    ess ich Nuts
    trink ein Blatz
    hier am Platz
    les die FAZ

    oder

    gleich im Kaffeesatz

  11. Lesen im Kaffeesatz
    Kaffeelesesatz.
    Erlesener Satz im Kaffee.
    Kaffeesatzlese.
    Entsetzlicher Kaffee.
    Lese lieber mit Tee.

  12. Ein Monat voller Poesie
    Von Hiermalschnell bis Fast-Genie
    Ein Monat voller Wörterlachen
    Nachdenklichkeit und einfach Machen
    Nun endet dieser LyriMo
    Mit einem Ausblick dankbar-froh
    Der Kaffeesatz setzt einen Schluss
    Weil alles Schöne enden muss

    Was steht uns also nun bevor?
    Zunächst einmal das erste Tor
    Adventskalenderzeit beginnt
    Wo man sich abermals besinnt
    Weihnacht, Silvester – zweifellos
    Werden diesmal nicht ganz so groß
    Doch `21 wird erwartet
    Dass altes Leben ganz neu startet
    Die Pandemie wird eingedämmt
    Der Alltag nicht mehr eingeschränkt
    Dass Händereichen und auch Küssen
    Sich nicht mehr verstecken müssen
    Dass Lächeln geht von Mund zu Mund
    Und alle irgendwie gesund

    Ob die Erwartungen sich halten
    Wir wirklich nur noch vorwärts schalten
    Dass muss sich sicherlich noch zeigen
    Liegt auch daran, wozu wir neigen
    Doch ein Ausblick schafft Sicherheit:
    Vorfreude auf die nächste LyriMo-Zeit!

  13. Frühstücks

    oder nachmittags

    bleibt

    auf dem Tassengrund

    ein sandiger, bittersüsser Rest.

    Die Zukunft steht darin,

    sagt man,

    im Kaffeesatz.

    Bei näherer Betrachtung

    wirkt er wie eine klobige Wanderdüne

    Ich werfe weder einen Blick hinein

    noch nach vorne

    sondern schütte ihn in den

    Bioabfall

    und setze lieber eine zweite Moka auf

    oder einen Tee – und warte ab.

  14. …was ist, was kommt
    – wer weiß das schon
    der leise flüsternde wind
    birgt geschichten
    das plätschern des baches
    raunt glucksend
    von glück und von leid
    das rauschen der flügel
    – wird es ein engel sein
    oder der bote der nacht

    doch ich weiß
    dass es mich gibt
    – noch
    und der mond wird scheinen
    und die sterne leuchten
    und auch die sonne
    wird weiter strahlen
    irgendwo ist eine heimat
    und zwei offene arme
    und ich weiß
    dass liebe
    weiter lieben wird
    und leben weiter leben
    und dass im kleinen
    dankbarkeit entsteht
    und im großen
    frieden….

  15. Wie es dazu kam:

    lebenslauf

    aus weißen blütensternen
    zwischen grünglänzendem laub
    rote perlen wachsen die
    noch verbergen den schatz
    gepflückt getrocknet
    von der hülle befreit
    noch längst nicht erlöst
    muss der kleine kern in
    der hölle schwitzen
    muss sich verbrennen
    nur um zermahlen zu werden
    zu krumen und staub
    die heißer dampf nun
    durchfaucht alle aromen
    zu rauben zu kondensieren
    in einem tässchen mit
    zucker verzaubert zu
    tausendundeiner nacht
    was einst wuchs uns das
    zu schenken endet profan
    auf dem kompost

  16. Aus dem Kaffeesatz gelesen für das Jahr 2021

    Im Jänner wird es kalt und weiß,
    nur in der Sauna rinnt der Schweiß.
    Im Februar wird kunterbunt,
    es verkleidet sich sogar mein Hund.
    Im März sind wir in der Fastenzeit,
    dann passt perfekt das Sonntagskleid.
    Im April blühen die Osterglocken,
    kein Mensch will mehr beim Ofen hocken.
    Im Mai erwacht die Liebe neu,
    sie versprechen sich: „Ich bleibe dir treu!“
    Im Juni ist der Frühling aus,
    dann steht der Sommer vor dem Haus.
    Im Juli ziehen wir uns aus,
    wir laufen in den See hinaus.
    Im August werden die Kräuter geweiht,
    den schönen Brauch gibt´s weit und breit.
    Der September kommt als Held,
    er macht die ersten Blätter gelb.
    Im Oktober danken wir für die Ernte,
    wir dürfen nicht vergessen auch diese Werte.
    Der November färbt bunt, bergab und bergauf,
    er setzt der Natur das Nebelhäubchen auf.
    Sind wir im Dezember angekommen,
    wird die liebliche Weihnachtszeit vernommen.
    Gelesen habe ich aus dem Kaffeesatz,
    ihr Lieben vertraut mir, es stimmt Satz für Satz.
    Wenn du es nicht glaubst und zweifelst an mir,
    dann schau selber nach, das rate ich dir.
    ***
    Besten Dank, liebe Dagmar,
    liebe Dichterinnen und Dichter.
    Es war sehr schön, interessant und lehrreich.
    Alles Gute, bleibt gesund und froh!
    … von Herz zu Herz …
    M.M.

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