CoronaSonar Lockdown-Lyrik

Am vorletzten tag der ersten Sequenz schauen/fühlen/sehen wir noch einmal komplex hin.

 

 

deshalb lautet der heutige Impuls

„CoronaSonar“

blaue Trennlinie

 

 

 

Corona-Sonar

hört die Zwischentöne

lauscht 

was klingt

was singt

was zetert 

was tönt

was ist Wahrheit

was Geschwätz

überstimmt durch Klarheit

Dissonanz

copyright Traumspruch

blaue Trennlinie

14 Kommentare zu „CoronaSonar Lockdown-Lyrik

  1. Das Virus zieht leise
    klandestin seine Kreise,
    Wir hören es nicht.

    Das Virus allgegenwärtig,
    hinterrücks und schlagfertig,
    Wir sehen es nicht.

    Das Virus schwebt immer
    mit Aerosol durch die Zimmer,
    Wir riechen es nicht.

    Wir hören Rassel-Lungen,
    In die es eingedrungen,
    Das Virus hört nichts.

    Wir sehen die Totkranken
    zwischen Hoffen und Wanken,
    Das Virus sieht nichts.

    Wir fühlen die Schmerzen
    Selbst tief mit im Herzen,
    Das Virus spürt nichts.

  2. Schall bemisst es gern
    Wie weit entfernt wir schwimmen
    Wie weit die Stimmen klingen
    Und wo Schall ist
    (Schall ist)
    Ist auch Sein.

    Und der eine Stern
    Wenn nur das Licht wir dimmen
    Und noch den Lärm bezwingen
    Unser Herz küsst
    (Herz küsst)
    Wunderfein.

    Lasst uns näher rücken
    Ein Stück vom Glück uns pflücken
    Miteinander
    (-ander)
    Nicht allein.

  3. CoronaSonar

    Särge
    Gräber
    brennende Feuer
    erschöpfte Pflegekräfte
    sehen

    Podcasts
    Fakten
    Zusammenhänge
    Lügen
    Beleidigungen
    Bedrohungen
    das Zischen der Beatmung
    hören

    Desinfektionsmittel
    Regen
    Frühling
    riechen

    alles
    zum Glück
    den Milchkaffee am Tisch beim Bäcker leider nicht
    schmecken

    Angst
    Sorge
    Hoffnung
    Glück der Geimpften
    die blöde FFP2 Maske
    den geliebten Urbandoo leider nicht mehr
    spüren

  4. weil du nur ein schatten
    bist. deine augen sind
    überall. ohne zu sehen,
    nimmst du alles wahr. wie
    gerecht. in einer zeit wo
    alle überall blind sind.

  5. Die Hoffnung auf ein Echo in den Augen-Blicken.
    Ein Sehen hinter der Maske. In den Spiegel des anderen schauen und selbst sichtbar werden. Morsesignale senden gegen die marianengrabentiefe Dunkelheit um uns.

  6. Corona-Sonar

    Wahrnehmung und Achtsamkeit
    brauchen wir zu jeder Zeit.
    Signale hören und verstehen,
    wenn durch uns´re Welt wir gehen.
    Blinde Flecken sichtbar machen,
    trösten wenn die Herzen brachen.
    Den Weg der Mitte sorgsam gehen,
    wenn auch scharfe Stürme wehen.
    Wachsam und sensibel leben,
    nach der Wahrheitsfindung streben.

  7. Corona sonar Ortungssache wohin führt der Weg
    was ist dienlich weist zum Zweck was längst schon sinngestrandet und sich schon selbst hat überholt…kann weg
     

  8. Kein Echolot
    gleich unter Wasser
    keine U96 in Sicht

    und kein Roter Oktober
    
dem das Ping gelten könnte

    

Die Wellen 
oberirdisch diesmal
    
recht viele hörten das Ping
    
schon vorzeiten
    
manche hingegen den Knall
    bis jetzt noch nicht

    

Maskiert sind wir
    
und haben doch mit offenem Visier
    
appbemerkt und schnellgetestet
    
den unsichtbaren Eindringling
    
nun aufgespürt und eingekreist

    

komplementieren ihn hinaus
    
aus unseren Gewässern
    
schießen ihm
    
aus Astr_einen Rohren
    
fast Bion_atürlich
    
unser Ping um die Ohren

  9. wie tief ist das Meer
    wie weit der Horizont
    wie hoch sind die Wellen
    wir sitzen in einem Boot
    spüren wir die feinen Töne
    und das Himmelblau
    der Ozean ist weit
    das Ufer nah
    wir entscheiden
    wie tief ist das Meer
    wie weit der Horizont
    und das Himmelblau

  10. corona sonar

    doppelschlag
    mein sonar lauscht
    dem ping
    jagt den schall
    durch dunkelgrau
    statt blau
    lauter grell
    ungewissheit
    zwischen tiefseegräben
    tektonische grenzen
    verschieben sich
    zwischen uns wellen
    der einschlag
    ist still

  11. Was für ein paradoxes Netz
    spannt dieser Virus
    gestern und jetzt:

    Kleines gefangen
    Großes durchgegangen

    Auch das ist wahr
    (Aufmerksamkeit wird es gewahr):

    Es stellt alles auf den Kopf
    Liebe und Nähe
    Wohl und Wehe
    Tropf am Menschen
    Menschen am Tropf

  12. Sonar der Seelen

    Die Seelen auf Grund gelaufen
    sinkend im Meer der Ängste
    tiefe Risse offenbaren das
    Menschsein.

    Gemeinsam verebben wir einsam
    im Strudel der hiesigen Gezeiten
    tief verborgen wird das
    Menschsein.

    Menschen ohne inneres Navigieren
    entfernen sich immer weiter
    Schall zum Seelengrund
    verhallt – Stille.

  13. begrenzt

    dunkelräume
    ungewissheiten
    durchtauchen
    im blindflug
    in der enge
    kein entkommen
    lärmt die maschine
    ständige bewegung
    nur wo
    wohin
    kein hafen
    sicherheit längst
    abgesoffen
    im periskop
    nachtschwärze
    sternenlos
    still!
    herzschlagmonitor
    das leise geräusch
    des sonars
    banges hoffen
    lange schon
    alarmerschöpft
    auf gleichmaß

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