„RegalReise“ Nutze die Möglichkeiten

 

 

…nun, wo wir gerade so schön zusammensitzen, beim Kaffee 

wie wäre es, wenn wir uns direkt einmal auf eine kleine Reise begeben…

eine kleine Reise, im hier und jetzt und hier, wo wir jetzt gerade sind.

also schaut euch um in eurem Zimmer, wo auch immer, und geht auf eine feine:

„Regalreise“

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text Ende

18 Kommentare zu „„RegalReise“ Nutze die Möglichkeiten

  1. „[…]
    stäubchen hier
    papierchen dort
    ich beschreib heut‘ meinen ort
    der mir bietet mystisch‘ dinge
    die dann formen meinen geist
    wortschatz wird vergrößert – meist
    […]“

  2. RegalReise

    Vollst gemüllt
    Angst befüllt
    zu früh besetzt
    blind gehetzt

    Reisen still
    will
    Dich wissen
    scheu sein
    küssen
    Staub von Deinen
    Schultern stemmen
    nennend Namen übersehen
    lachend Hände ringend gehen
    Wilde bunte Sachen machen

    Polieren feinst einst
    Zeit zu Kraft
    verschrauben Sterne
    verziehen Ferne
    Haben uns
    den Sinn gebaut
    Haben uns
    der Welt vertraut

  3. Farben, Steine, kreuz und quer
    Krähenfeder, so viel mehr
    Haselnuss und Eichenblatt
    aus dem Wald und aus der Stadt
    Schere, Stifte und Papier
    Zeichnungen, die gibt es hier
    H wie Habicht auf der Jagd
    Streichhölzer und Räucherstab
    Celloträume und Klavier
    schon ist es nun komponiert.

  4. Regal rückwärts wird Lager,
    Kartonschachteln mag er
    vollgeschrieben mit Versen
    als stille Reserven
    drin lagern, phänomenal,
    Lager rückwärts Regal.

    Verse rückwärts gelesen Eserv
    auf Kartonschachteln
    im Lagerregal
    Eserv rückwärts Verse
    im Regallager
    (auf)lesen

  5. Was steht in dein‘m Regale?
    Ist’s Ablag‘ oder Thron?
    Bei manchen steh‘n Pokale
    Bei andern Dekoration
    Bei mir steh’n tausend Bücher
    Egal, wo ich grad wohn‘.

    Was steht in dein’m Regale?
    Roman, Essay, Gedicht
    Schwierig oder schlicht?
    Der eine hat Ikea
    Der andre Jugendstil
    Bei mir vor lauter Büchern
    Sieht man davon nicht viel.

    Und leider wohnt Frau Ordnung
    Schon lang nicht mehr bei mir
    (Die staubt und wischt auch nicht)
    Und wenn vor lauter Büchern
    Dann das Regale bricht
    Bin ich der reinste Glückspilz
    Und find, was einst versteckt
    Im hinterletzten Eck
    Ganz wundervoll Lektür.

  6. Vorsichtig,
    ganz vorsichtig
    an den inneren Regalen entlangfühlen.
    Es ist zerbrechliches dabei.

  7. eintauchen in tausend und
    eine nacht und tage voller
    regen. mit miss maple alice
    jagen. während in 1Q84 alles
    drunter geht, läuft im jahr
    3000 alles über. und platon
    beäugt das ganze. mon dieu.

  8. auf brettern surfen durch die Vergangenheit – eine Schneekugel ein Kästchen viele Bücher einige CDs ein Stückchen Schokolade ganz unten Schallplatten in Reih und Glied ein Figürchen eine getrocknete Rose Dies und Das
    Erinnerungsregalbretterbestückung

  9. Wo finde ich ein Regal
    das nicht durch Türen verschweigt
    was sich an Inhalt darin verbirgt
    wozu der Besitzer neigt?

    Wir sehen im Wohnzimmer Bücher
    mit breitem Einband, farbenfroh
    weil sie dekorativ sind
    und blätternswert sowieso

    Wir sehen in der Küche die Gläser
    die wir täglich verwenden
    deren Nutzung so selbstverständlich
    das wir keinen Gedanken dran verschwenden

    Im Büro reihen sich Duden
    neben der Fachliteratur ein
    dazwischen metallene Boxen
    für Gedankensammeleien

    Im Bad schließlich schließt sich
    auch die letzte Türe zu
    denn alles was all zu persönlich
    verschwindet im Nu

  10. Regalreise

    und so mache mich auf den Weg
    und will über mein Regal
    meine innere Welt verstehen
    Doch was heißt ich?
    Wer bin ich und wenn ja wie viele?
    und was wäre
    mit so vielen
    eine Art zu leben
    und so frage ich mich selbst
    wie wollen wir leben
    da hilft nur
    Selbstdenken
    Gedankenaufgabe
    der Sinn des Lebens
    da ist man in gute Gesellschaft
    vermutlich wurde so auch
    Descarte‘s Irrtum
    entdeckt
    und doch immer die Frage
    was bedeutet alles
    für eine gute Antwort
    braucht es eine gute Strategie
    zum Beispiel
    Konflikte lösen mit der gewaltfreien Kommunikation
    gepaart mit etwas
    Kreativität
    und für die Umsetzung hilft
    das Rubicon-Prinzip
    Blink!
    so melden sich sofort neue Ideen
    die zeigen
    die Beziehung zwischen dem Ich und dem Unbewussten
    ist vielleicht mit
    Zen-Training
    zu erschließen
    aber vermutlich nicht mit dem
    Hagakure
    bleibt die Frage nach der Liebe
    die eindeutig so zu beantworten wäre
    wenn du mich wirklich liebtest, würdest du Knoblauch essen
    also
    konzentriert euch
    oder besser ich mich
    die Logik des Misslingens
    geht ohnehin davon aus, dass
    alles Zufall
    ist
    und wenn dem so ist
    wie wirklich ist die Wirklichkeit
    das beantwortet auch nicht das
    Kokology
    zum Weiterkommen hilft da nur noch
    die Psychologie des Gelingens
    denn
    miteinander Ziele erreichen
    heißt die Losung
    wer mag schon ein
    Gefühlsterrorist
    sein
    dann schon lieber
    das Balu-Prinzip
    auch wenn Balu kein
    Fish!
    ist
    und noch der Hinweis
    dass dies meine Geschichte die
    Narrative Ethik
    beachtet

    Regalende

  11. Ich schaue mich um und sehe:
    Bilder in goldenen Rahmen,
    ein Foto mit drei feinen Damen.
    Einen Wichtel mit langem Bart,
    eine Katze mit Knopfaugen hart.
    Aus drei Delfinen eine Skulptur,
    einen großen Engel mit zarter Figur.
    Eine Glücksfeder wahrhaftig groß,
    eine Madonna mit Jesus am Schoß.
    An Zierpolstern bin ich sehr reich,
    dazwischen liegt Etwas warm und weich.
    Es atmet, schnurrt und schaut mich an,
    es ist unser lieber Katzenmann.

  12. die Regale
    ach so übersichtlich
    sind sie geworden
    alles scheinbar überflüssige
    der Übersichtlichkeit gewichen
    wenndie Sicht fehlt
    wird alles unsichtbar verschwindet scheinbar im Nichts
    bleibt tastbar immerhin
    Achtsamkeits-Achtsamkeit
    erforderlich weil hilfreich
    undd immer noch
    Krims und Krams
    geliebt
    belassen
    betastet
    entstaubt
    verrücken nicht! erlaubt
    sonsst wird es unsichtbar
    siehst du?

  13. versammlung

    ion tichy und
    hans castorp
    vereint im nicht
    endenden gespräch
    hans schnier und
    ms woodhouse fremdelnd
    niemals lasen sie
    die diversen kompendien
    bildbände und lexika
    wissen nicht, wer
    noch so siedelt im
    wolkenkratzer der schönen
    und klugen worte
    grüßen vielleicht
    kästner noch (den kennt man)
    rollen die augen wenn
    degenhardt sich zeigt
    oder brecht oder
    nicken lächelnd wenn
    frau kaléko still
    am fenster steht

  14. Regalreise

    Bücher mit Geschichten
    
und ohne Geschichten
    
oft mit Geschichte
    
Musik auf schwarzen Scheiben
    
und auf Silberscheiben
    
mit so manchem
    
nie gelesenen Booklet
    
Filme

    Meter wohl
    
doch keine Meterware
    
und die Wetterstation
    
irgendwo inmitten
    
aller Ordnung
    
betrachtete Zeitreise
    
über gelebte Räume hinweg

  15. Regalreise

    Andächtig, staunend und leise
    gehen meine Augen auf Regalreise:

    Bücher, ungezählt, Romane
    Karl Mays „Die Sklavenkarawane“
    und für alles, was ich mir nicht merke
    eine Anzahl Nachschlagewerke
    und für Themen, die ich such
    je ein Fach- und Sachbuch
    auch Kerzen, Spieluhr, manche Chose
    wie Papas alte Tabakdose
    und schöne Bilder von den Lieben.
    Im Herzen sind sie mir geblieben.

    Alles sprüht Erinnerung
    auf meiner Regalwanderung
    wird neu belebt in Sichtbarkeit.
    Ich spüre in Bescheidenheit
    eine tiefe Dankbarkeit
    Im Herz ein leichtes Beben:
    Wie reich ist unser Leben!

    (Darunter hat sich das Gefühl gemischt:
    „Schon lange nicht mehr Staub gewischt!“)

  16. Lyrischer Morgen

    Mein Blick schweift leise
    macht sich auf die Reise
    streift zunächst die Bilder
    Major Tom mahnt zur Ruhe
    ich setzte mich zur Lyriktruhe.

    Im Ohrensessel angekommen
    Kästner zur Hand genommen
    auch Hesse‘s Entschluss gelesen
    Grand Tour zum Schmökern fein
    darf ein jeder Morgen lyrisch sein.

  17. RegalReise
    Drabble – 100 Wörter

    Ich befinde mich in meinem Arbeitszimmer. Ganz oben auf dem Regal hinter mir, stehen drei Grünlilien. Eine einfarbig, zwei gestreift. Darunter stehen oder liegen ausschließlich Dinge, welche ich von geliebten Menschen bekommen habe. Farblich abgestimmt in Pastellfarben, die meisten Gegenstände mit Rosenmotiven verziert. Dosen und Döschen. Rund, eckig, herzförmig. Eine sechseckige Dose in rosa mit Metallic-Effekt. Ein Fläschchen und ein Glas, ebenfalls mit Rosenaufdruck im Vintagelook, zusätzlich mit edlen Spitzenborten verziert. Zwei Geschenkschachteln in weiß-gold, und in rosa-gold. Ein immerwährender Kalender in Buchform.
    Mit weißen, weichem Einband und Pfingstrosenmotiv. Rosenfotos und deren botanische Beschreibung von erster bis zur letzten Seite.

  18. Grünpflanzen – ich liebe sie

    Blumen auf der Fensterbank,
    Blumen auf dem Oberschrank;
    auf dem Kühlschrank ist noch Platz
    für einen kleinen Blumenschatz.

    Die Katze sitzt im Palmenmeer,
    sie genießt das sichtlich sehr
    und der Efeu klettert fein,
    bald schon in den Schrank hinein.

    Aloe kann mein Herz erwärmen,
    täglich bringt sie mich zum Schwärmen;
    ob Farne oder fette Henne,
    ich liebe sie seit ich sie kenne.

    Und wenn der Elefantenfuß,
    ein Blatte hebt zum Morgengruß,
    dann bin ich wunderbar beschwingt,
    so sehr, dass meine Seele singt.

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